So gerne beobachte ich die vielen verschiedenen Vogelarten, die bei mir im Garten in den Hecken, Bäumen und Sträuchern herumhüpfen, sich um das Futter streiten und sich sichtlich wohlfühlen. Die häufigsten Arten sind der Spatz, Amseln, Kohlmeisen, Rotkehlchen und die Blaumeise. Der natürliche Lebensraum wird für Vögel immer knapper und sie profitieren im Winter von menschlicher Unterstützung, denn kein Vogel sollte den Hungertod im Winter erleiden. Jedes Jahr um diese Zeit bereite ich ihnen an vielen Plätzen im Garten Futter- und Wasserstellen, damit sie den Winter gut überstehen. Ein kleines Dankeschön für den Weckdienst in den Sommermonaten.
Wenn ab November dauerhaft die Temperaturen sinken, kommt der richtige Zeitpunkt Vögel bei ihrer Nahrungssuche zu unterstützen. Eine lieb gewonnene Beschäftigung – das Vogelfutter selbst zu machen. Von dieser DIY spart man Geld, es macht Spaß, du hast die Kontrolle über die Qualität der Inhaltsstoffe und es wird von den Vögeln gerne angenommen. Grundrezept für die Ringe ist: Kokosfett in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Ins heiße Fett ca. 300 g Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse und Hagebutten geben. In eine Form geben, abkühlen und aushärten lassen. Vor dem Aushärten einen Strohhalm einstecken – sorgt für ein Loch um eine Schnur einzufädeln -, damit das Vogelfutter aufgehängt werden kann. Außerdem habe ich noch einen Kranz aus Erdnüssen gemacht. Die Nüsse werden mit einer dicken Nadel angebohrt und auf einem feinen Draht aufgefädelt. Damit sich die Vögel nicht verletzen müssen die Drahtenden sicher verbunden werden.
Für die Meisenknödel habe ich aus Ästen eine Halterung gebaut, die Enden oben und unten mit einer Schnur befestigt. Die Knödel einlegen, die Äste nochmals fixieren und mit getrockneten Apfelringen und Hagebutten verzieren. Wem das zu viel Aufwand ist, kann auch einen ausrangierten Schneebesen für die Meisenknödel verwenden.
Ins Vogelhäuschen kommt außerdem eine Körnermischung, damit für alle Vogelarten etwas dabei ist. Tabu bei der Fütterung sind Speisereste, Küchenabfälle, sowie alles was gewürzt oder gesalzen ist. Auch altes Brot ist für Vögel ungeeignet, da es im Magen der Vögel aufquillt. Gefüttert wird ab November bis ca. Anfang März, zumindest so lange bis es Frostfrei ist und kein Schnee mehr liegt. Das Vogelhäuschen wird alle zwei Wochen gereinigt, denn es sollte stets sauber und trocken sein, damit das Futter nicht verdirbt. Vögel brauchen in der kalten Jahreszeit nicht nur Futter, sondern auch Wasser, indem man Vogeltränken aufstellt. Unsere gefiederten Freunde werden es dir danken.
Liebe Christa,
wir haben zwar keinen Garten, aber wir haben trotzdem ein Vogelhäuschen, eine Vogeltränke und Meisenknödel im Winter auf dem Balkon. Allerdings sind unsere Meisenknödel nicht so schön „verpackt“ wie bei dir. Ich bin immer wieder begeistert, wie toll du alles dekorierst!
Ich liebe die Vögel und wie du sagst, werden wir schließlich im Frühling/Sommer mit wundervollem Gesang belohnt. Ich habe mir zur Bestimmung der Vogelstimmen eine App heruntergeladen, so lerne ich auch den Gesang nicht so bekannter Arten wie Amsel, Spatz, Kohl- und Blaumeise kennen. Bei uns haben sich leider Blaumeise und Amsel auf Grund von Krankheiten nicht mehr sehen lassen. Sehr schade, bin mir nicht sicher, ob sie jemals wieder kommen.
Habe ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Barbara 🙋🏼♀️🌺
Hallo liebe Barbara, vielen Dank für deine Zeilen. Bei mir im Garten sind vor allem Spatzen, Amseln und Blaumeisen, doch seit ein paar Tagen lassen sie sich nicht blicken. Vielleicht liegt es an den Elstern, die in den Bäumen herum schwirren. Muss mich erst in das Thema einlesen, denn der Ruf dieser Vögel ist nicht unbedingt sehr gut, doch sie sehen wunderschön aus. Wäre ja jammerschade, wenn sich wegen der Elstern die Singvögel aus dem Staub machen und das Konzert im Frühling entfällt. Dir noch einen schönen Sonntag Abend und einen guten Start in die Woche. Liebe Grüsse Christa